
Dazu fiele mir so einiges ein, aber ich lasse es einfach mal unkommentiert.

Dazu fiele mir so einiges ein, aber ich lasse es einfach mal unkommentiert.
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Weil Süßigkeiten abgreifen oder Fenster mit Eiern bewerfen auf Dauer doch ein wenig langweilig ist, und man noch nicht alt genug für eine eigene Handfeuerwaffe ist und Papa den Waffenschrank seit kurzem so aufmerksam bewacht wie Mama den Alkohol (oder Opa seine Wehrmachts-Uniform), habe ich mir überlegt, wie man das Ganze ein wenig aufpeppen kann. Statt nun Süßes von mir zu bekommen oder mir Saures zu geben, drehen wir den Spieß einfach mal um: Jeder, der heute (und vielleicht auch noch morgen) bei mir klingelt, gibt mir Süßes (z.B. den Inhalt eures Portemonnaies (keine Beträge <50€)) oder ihr bekommt von mir Saures, nämlich eine Führung durch meine extra für Halloween eingerichtete Folterkammer (rostige Sägeblätter, der "endlose Mixer") inklusive Rätselspaß (zehn Fragen, für jede richtige Antwort dürft ihr einen Finger behalten).
Ich wünsche euch ein schönes und vor allem langes Halloween und freue mich schon auf euren Besuch!
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Nachdem mein Laptop unplanmäßigerweise letzte Woche mehr den Geist aufgab als funktionierte und ich unwahrscheinlich lange sieben Tage ohne Internet und andere Annehmlichkeiten des elektrischen Zauberkastens dastand, geht es hier – diesmal ganz bestimmt! – wirklich, wirklich weiter. Das Problem ist mittlerweile behoben, im Laptop war wohl der – haha, Kalauer! – Wurm drin, jetzt ist er weg, alle wichtigen Daten aber noch da, Vista auf XP downgegradet und ich komme mir wieder wie ein ganzer Mensch vor (auch wenn ich immer noch nicht weiß, wie das Spiel Deutschland-Finnland (eher mittelinteressant) ausgegangen ist oder wie die Koalitionsverhandlungen im Saarland aussehen (Lafontaine Ministerpräsident?) – wird gerade alles nachgeholt), gerade rechtzeitig zum gestrigen Unistart.
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Nachdem ich mal wieder eine Nacht durchgeschrieben habe, um den ganzen anstehenden Kram für die Uni fertig zu kriegen, kann ich mich seit Mittwoch endlich wieder auf andere Sachen konzentrieren, und auch hier wird jetzt öfter was zu lesen sein, als in den letzten Tagen Wochen Monaten. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch habe ich in einem Rutsch noch schnell die letzte Hausarbeit geschrieben, die sogar recht lesbar geworden ist. Gegen 12 Uhr bin ich zur Uni-Bib gedüst, um den Text auszudrucken und dann zu der Sprechstunde meines Professors, um die Hausarbeit abzugeben. Da ich von der Uni noch eine kleine Strecke mit dem Bus fahren musste, kam ich gegen 13 Uhr beim Büro meines Profs an, der natürlich nicht mehr da war (seine Sprechstunde begann um 12). Immerhin ist die Arbeit jetzt fertig.
Den Rest des Mittwochs hab ich dann zum größten Teil verpennt.Das Wochenende über bin ich endlich wieder in Hamburg (in letzter Zeit waren diese Besuche doch eher spärlich), leider nur kurz, dann geht es wieder zurück. In 9 Tagen fängt auch schon die Uni an, mir kommen die Semesterferien immer unendlich lang vor und der Gedanke, bald wieder mit ganz vielen anderen Studenten in einem kleinen, stickigen Raum zu sitzen, erscheint mir ungefähr so absurd wie eine Geschichte Kafkas. Mal sehen, wie lange es diesmal dauert, bis ich mir die Semesterferien zurückwünsche (letztes Semester: nach vier Tagen).
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Wir alle kennen das: In regelmäßigen Abständen grinsen uns irgendwelche Menschen von der Mattscheibe entgegen, schicken uns Flyer, die den Briefkasten zum kapitulieren bringen, und lassen sich in überdimensionaler Größe an irgendwelche Plakatwände kleben, und alle wollen sie dasselbe: Unsere Stimme, damit sie vier weitere Jahre wie die Made im Speck leben können. Ein paar Wochen, manchmal auch Monate vorher wird getrommelt, gekräht und uns erklärt, wer alles doof ist („Die anderen.“), vor wem man sich in Acht nehmen sollte („Vor den anderen.“) und uns eingebläut, dass für jeden Nichtwähler ein kleines Katzenbaby ganz schlimm sterben muss („Im Mixer.“). Wir machen uns also rechtzeitig unserer Kringel im Kalender, nehmen im Geiste von einem schönen Sonntag, an dem man ordentlich ausschlafen kann, Abschied, und stiefeln dann kurz vor Wahllokalschluss los, um unsere Stimme abgeben, damit auch keins dieser kleinen, süßen Fellknäuel stirbt. Kaum angekommen, erhöht sich der Stress gleich um geschätzte 1000 Prozent: Unzählige Parteien stehen zur Auswahl und nur eine von ihnen darf man ankreuzen. Wenn man Pech hat, kommt glatt noch ein Direktkandidat hinzu, dann steht man gleich vor zwei unlösbaren Problemen. Man will ja auch nicht immer die Partei ganz oben ankreuzen, so viel hat man dann im Geschichtsunterricht doch gelernt, das wäre nicht so gut, wenn eine Partei alle Stimmen kriegt und die anderen keine. Weil man jetzt aber nicht weiß, was der Nachbar so ankreuzt, fängt das Grübeln an: Und wenn ich einfach die zweite Partei ankreuze? Oder die dritte? Aber wenn das jetzt jeder so macht? So steht man dann da, mehr Fragen als Antworten und am Ende ist man dafür verantwortlich, wenn wieder alles den Bach runtergeht.
Damit das nicht geschieht, gibt es jetzt hier exklusiv vor der Wahl einen kleinen Parteienüberblick (auf die sieben bekanntesten Parteien beschränkt):
Was die Parteien versprechen:
Die Linke: Reichtum für alle, dann den Reichtum besteuern und so die Welt retten.
FDP: Armut besteuern, um so den Reichtum der Reichen zu vermehren.
SPD: Jede erdenkliche Koalition ohne die SPD zu verhindern.
CDU: Alles und nichts.
CSU: Merkel raus, dafür Guttenberg rein ins Kanzleramt, Pomade und Polygamie für alle (Ausnahme: Schwule und Nichtchristen).
Die Grünen: Mal richtig Stunk machen (wie früher) und dann mal schauen.
Die Piraten: Unsinnigen Quatsch, der nicht mehr dem Zeitgeist entspricht (Bürgerrechte, Datenschutz, Bildung für alle etc.).
NPD: Zeitreise in die glorreichen 30er („Es war ja nicht alles schlecht …“).
Was die Kanzlerkandidaten versprechen:
Angela Merkel: Wird auch weiterhin bei Fußballspielen auf der Tribüne sitzen und jubeln, auch nach dem Spiel in der Kabine.
Frank-Walter Steinmeier: Erneuerbare Arbeitsplätze bis 2020 und die damit einhergehende Abschaffung der Arbeitslosigkeit.
Weil Parteien in der Regel viel versprechen, aber nach der Wahl nichts mehr wissen wollen, hier nun noch, was von den Parteien nach der Wahl zu erwarten ist:
Die Linke: Klaut der SPD auch noch die letzten Wählerstimmen, 2013 dann Große Koalition (Gysi Kanzler).
FDP: Führt die Leibeigenschaft wieder ein.
SPD: Macht das, was der Seniorpartner der Koalition macht.
CDU: Status quo. Kanzlerin nett in die Kamera gucken lassen. Freiheit aus dem Duden streichen, eventuell Einführung einer geheimen, staatlichen Polizei.
CSU: Versuch der gewaltsamen Übernahme Berlins.
Die Grünen: Wieder Füße aufm Tisch!
Die Piratenpartei: Selbstbestimmung für alle, jeder denkt jetzt selbst (Achtung: anstrengend!).
NPD: Fährt den Karren endgültig vor die Wand, Zeitreise ins dunkelste Mittelalter, Repressalien gegen alle die klüger sind als sie (Voraussetzung dafür: messbare Hirnfunktion).
Mit diesen neuen Erkenntnissen seid ihr bestens für die morgige Wahl gerüstet. Geht wählen, denn jede Stimme zählt: Denkt an die süßen Katzenbabys!
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Der nächste Tag beginnt für mich auf dem typischen Festivalparkplatz (eine große Wiese), erstmal nicht als Parkeinweiser, sondern als Gebühreneintreiber, das Parken kostet 3 Euro, die wir den Besuchern des Machmallauter Open Airs der Toten Hosen gleich beim Aussteigen abnehmen, dafür bekommen sie einen Parkschein. Bis auf die vielen schlechten und immer wieder gleichen Sprüche („Kann ich dir auch nur einen Euro geben? Hahahahaha!“) klappt das alles auch ganz gut. Währenddessen powert die Sonne vom Himmel, es ist arschheiß und der Schweiß läuft überall hin, Hauptsache, es geht nach unten. Wenigstens habe ich diesmal Sonnenmilch dabei, mit der ich mir circa alle zehn Minuten Gesicht, Nacken und Arme eincreme.
Im Gegensatz zu den 3 Euro Parkgebühr sind die Anweisungen der Parkeinweiser ein größeres Problem für einige Besucher, befolgen will man sie nach Möglichkeit nicht, immerhin ist die Wiese groß und da kann man doch parken wo man will, am besten ganz dicht an der Straße. Je später es wird, desto unbelehrbarer die Leute. Jeder ist sich erstmal selbst der Nächste. Bestimmt jeder siebte Autofahrer kommt sich ziemlich klug vor, und statt weiter durchzufahren und in Reihe zu parken, parken sie irgendwelche Autos zu, um bloß nicht zwei, drei Minuten länger gehen zu müssen. Ich werde zum Parkeinweiser umfunktioniert und darf dann in der Gegend herumstehen, um den Leuten in ihren Autos Handzeichen geben, die diese erstmal geflissentlich übersehen. Kaum zu glauben, wie viel Diskutierwut in einem einzelnen Menschen stecken kann, der der Meinung ist, mal – Achtung: schlechter Wortwitz! – aus der Reihe tanzen zu müssen.
Weil der Boden immer noch matschig ist von der gestrigen Sinnflut, trage ich Gummistiefel und schwitze mir meinen eigenen See – außerdem schürfen mir die Gummistiefel die Haut an der Ferse und am Knöchel weg (ausziehen dürfen wir die Schuhe aus Sicherheitsgründen nicht). Lust auf Diskussionen habe ich keine, schon gar nicht in der heißen Sonne, unter der ich schon ein paar Stunden stehe, und langsam schiebe ich mächtigen Hass auf Menschen vor mir her und überlege, ob es irgendeinen Job gibt, bei dem ich nichts, aber auch überhaupt gar nichts mit Menschen zu tun haben muss. Den hätte ich jetzt doch gerne. Dass ich nebenbei Deichkind, die u.a. heute auch spielen, verpasse, macht die ganze Sache nicht besser.
Dann ist irgendwann aber doch mal Schluss und ich kann etwas essen gehen. Am späten Abend werde ich leicht sentimental, immerhin bin ich soundso weit von zu Hause entfernt und werde noch fast eine Woche im Bundesland der Spießbürgerlichkeit verbringen, bevor es weiter zu den Rumpelfußballern geht, und so schaue ich mir doch noch den Rest der Toten Hosen an. Die Düsseldorfer sind ganz nett und da sie seit nun mehr zwanzig Jahren eigentlich immer dasselbe machen, weiß man auch gleich, woran man ist. Campino ist selbstironisch, redet ein wenig viel und krabbelt auf das Dach der Bühne, legt sich mit den Bayernfans an und ist der alte (Sauf-)Punk wie schon immer, alles in allem wirkt das sehr, sehr pathetisch und das finde ich heute Abend auch gut. Als die Toten Hosen das Lied Freunde spielen, bricht in der Menge vor mir eine Schlägerei aus, zwei junge Männer prügeln sich, kurz, aber intensiv, einer der beiden landet zwei, drei sehr harte Schläge im Gesicht des anderen und verschwindet in der Masse. Das ist dann wohl die berüchtigte Ironie des Schicksals.
Am Donnerstag beginnt das Chiemsee Reggae Festival. Viele der Leute sind überraschend anstrengend und auch heute: diskutierwütig. Wenn man den Gerüchten glauben schenkt, sind fast schon mehr Zivilbullen auf dem Gelände unterwegs als eigentliche Festivalbesucher, zumindest ein paar tausend sollen es sein, denn wo Reggaefans sind, ist auch Gras nicht weit. Ob die Polizei wirklich so massiv aufmarschiert, um das jugendliche Klientel einzutüten, ist in Bayern natürlich nicht auszuschließen.
Was noch kommt: Wie ich der Staatsgewalt entkomme, was Frank Steinmeier auf dem Chiemsee Reggae Festival macht und: Der frühe Vogel fängt den Wurm.
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Das M’era Luna Festival ist kurz. Bis auf Freitag, an dem ich mir als Parkeinweiser mein Geld verdiene, habe ich frei, von den Bands schaue ich mir am Ende doch nur Apocalyptica und The Prodigy an, zu mehr komme ich am Wochenende nicht. Beide sind die zehnminütige Anfahrt mit dem Fahrrad auf jeden Fall wert. Erstere erfüllen meine Erwartungen, Metal mit Celli und längst auch mit Schlagzeug, einige Metallica-Songs und auch eigene, die mir Wochenend-Metalhead unbekannt sind. Am meisten gehen die Leute bei Songs wie Enter Sandman und One ab, und ich frage mich, ob das nicht deprimierend ist, wenn die Fans Coversongs frenetischer feiern als die eigenen.
The Prodigy spielen am Sonntagabend ihre eigenen Songs, schließlich haben sie von denen mehr als genug. Alte und neue Hits, von denen ich viel zu wenig kenne (und ständen The Prodigy nicht längst auf meiner „Unbedingt intensiver damit beschäftigen“-Liste, hätte ich sie heute draufschreiben müssen), aber hier bin ich eindeutig in der Minderzahl. In schwarz gekleidete und mit unzähligen Leuchtstäben behangende Menschen verrenken sich wie im Zirkus und werden zu seelenlosen Ravemaschinen und tanzentanzentanzen. Der Refrain von Out Of Space klingt ein wenig wie Lemon Tree von Fool’s Garden, finde ich, aber damit stehe ich ziemlich alleine da. Auch beim Frequency-Auftritt von The Prodigy fange ich mir dafür nur allzu mitleidige Blicke ein.
Nicht mal zwei Tage später sitze ich nach drei Stunden Schlaf um acht Uhr morgens in einem Reisebus, kämpfe gegen den Sekundenschlaf an und hoffe dabei, dass es dem Busfahrer nicht genauso geht, während wir in das sagenumwobene Bayern fahren. Nachdem wir die bayrische Grenze überquert haben und endlich etwas wacher werde, frage ich mich wieder, wie es sein kann, dass so ein schönes Bundesland wie Bayern von so unzähligen, völlig rechtskonservativen und christlichen Fanatikern bevölkert sein muss, die Wahlperiode für Wahlperiode diesen bigotten Heuchlerverein mit christlichen Anstrich wählen (auch später, nachdem ich einige kennen gelernt habe, fühle ich mich nicht schlauer).
Im Chiemgau angekommen, fängt es an, aus allen Wolken zu schütten, als habe der liebe Gott auch die Hoffnung aufgegeben und eingesehen, dass es zumindest hier keinen Sinn mehr hat. Dann hört es aber doch wieder auf und wir bauen unsere Zelte auf. Da das Crew-Catering noch nicht aufgebaut ist, essen wir beim Artist-Catering, das uns mit Salaten, Obst, Gemüse und anderen Leckereien jeglicher Art verwöhnt, die wir nur noch einmal beim Chiemsee Reggae Festival genießen dürfen: Am Tag unserer Abreise, als das Crew-Catering die Zelte schon abgebaut hat. Die Essensauswahl für die Crew fällt um einiges spärlicher aus, dennoch, irgendwann kommt man auf die Idee, abends Obst für uns bereit zu stellen.
Nach dem Essen will ich nur noch eins, ab in meinen Schlafsack und pennen.
Und so geht es weiter: Eine Hand wäscht die andere, bei Tageslicht sind alle Katzen bunt und nackte Tatsachen heißen nicht nur so – jetzt geht es endlich los.
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II. Baukastensätze: Eine Liebesgeschichte in einen Thriller einbauen
Welcher Autor kennt das nicht? Nach langer, einsamer Schreiberei im eigenen Kämmerchen hat man nun endlich 300 Seiten geheimnisvollster Verschwörungen zu Papier gebracht und die verschiedensten Konflikte auf den Helden losgelassen, und auch wenn jeder Satz die Nackenhaare vor Spannung zu Berge stehen lässt – irgendwas fehlt.
In einer guten Suppe darf das Salz natürlich nicht fehlen. Damit die ganzen Schießereien und nächtlichen Einbrüche in irgendwelche Kirchen nicht zu fad werden, braucht es einer geschmacklichen Auflockerung: Das Salz im Thriller ist die Liebesbeziehung. Die Sache ist so genial wie einfach: Neben Ihrem Helden brauchen sie noch eine Frau, die Sie am besten kurz nach dem Helden in Ihr Buch einführen. Vielleicht handelt es sich bei ihr um die Tochter des ermordeten Kunsthändlers, dessen Mord ihr Held aufklären soll – oder doch eher um die mysteriöse und laszive Schönheit, deren Rolle bis kurz vor dem Finale nicht geklärt ist?
Wie Sie sich auch entscheiden, nehmen Sie sich die Zeit und überstürzen Sie es nicht mit Ihren beiden Turteltäubchen, gehen Sie stattdessen subtil vor und lassen Sie den Gefühlen Ihrer Figuren genug Raum.
Weil Subtilität nicht jedermanns Sache ist, hier ein paar Beispielsätze, damit es Ihnen wie den großen Meistern des Genres gelingt, fast unmerklich das entstehende Knistern zwischen den beiden Charakteren in ihren Text einzuweben:
- Jack beugte sich über Anne, um den geladenen Revolver aus dem Handschuhfach zu holen, als er bemerkte, dass sie betörend roch.
- Während sie beide das scheinbar verlassene Haus beobachteten, nahm Peter erstmals die makellose Attraktivität, die Sandy ausstrahlte, wahr; dabei kannte er sie erst seit einem Tag und wusste nicht viel mehr über sie als ihren Namen, trotzdem zog sie ihn immer mehr in ihren Bann.
- Noch nie hatte sie sich so durcheinander gefühlt wie jetzt, als der junge und gut aussehende Polizist in ihre Augen schaute. Er war ein Mann, der sie vor jeder Gefahr beschützen würde, dem sie sich jetzt und hier sofort hingeben könnte.
- Als sich ihre Blicken trafen, verspürte sie ein hitziges und wollüstiges Verlangen.
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Auch ich verlaufe mich zur Abwechslung mal wieder ins Web 2.0 und habe sogar ein Beitrag für den August im Ärmel, bei dem es erstmal bleiben wird, da ich ab dem 11. August für gut zwei Wochen auf Festivaltour mit den Klangpiraten im Süden der Republik und Österreich unterwegs sein werde (dazu unten mehr). Danach geht es im September dann so groß und bunt weiter wie in den guten, alten Zeiten; der zweite Teil Wie schreibe ich einen Thriller? liegt schon in einem Ordner irgendwo auf der Festplatte und muss nur ein letztes Mal überarbeitet werden, außerdem werde ich natürlich über die Festivals, die ich besucht und auf denen ich teilweise gearbeitet habe auf denen ich gearbeitet habe und war, berichten.Wie es der Zufall will, fällt in den September auch noch die Bundestagswahl, dazu gibt es ebenfalls ein paar Einträge, die allesamt so unkomisch und langweilig werden, dass Frau von der Leyen auch hier Stoppschilder aufstellen wird, damit sich niemand fahrlässiger Weise diesen Mist anschauen muss.
Nachdem ich im Juni schon auf dem Hurricane Festival an der Bändchenausgabe gearbeitet habe, durfte ich gestern beim M’era Luna Festival, das ja direkt vor meiner Haustür liegt, den Parkeinweiser machen, und anfangs sah es fast danach aus, dass das M’era Luna – dank mir – seine schiefsten Autoreihen ever bekommen und alles in einem riesigen Verkehrschaos enden würde. Letztendlich kam es dann doch nicht so schlimm und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich die eine oder andere Autoreihe selbst mit einem überdimensionalen Lineal nicht gerader hätte ziehen können. Nach acht Stunden Arbeit, die ich größtenteils ohne Sonnenmilch und natürlich ohne Mütze in glühender Hitze verbracht hatte, war ich noch um einiges röter als die Gesichter der Trinker vorm Bahnhof (oder vor Aldi auf der Bank). Dafür habe ich den Rest des Festivals frei und kann mir in Ruhe das musikalische Programm zu Gemüte führen (morgen Abend spielen The Prodigy als letzte Band und beenden das Festival).
Am Dienstag geht es dann in aller Frühe an den Chiemsee in Bayern, wo es erst ein kleines 1-Tages-Festival der Toten Hosen (u.a. mit Deichkind) geben wird, bevor das Chiemsee Reggae Summer Festival startet, dieses Jahr mit Peter Fox und Jan Delay als Headliner. Danach geht es über die berüchtigte Grenze nach Österreich zum Frequency, bei dem Radiohead, Jarvis Cocker, Bloc Party, Farin Urlaub und sein Racing Team, Thomas D und noch einige andere ihr Stelldichein geben werden. Während dieser fast zwei Wochen werde ich, wie es sich gehört, stilecht zelten, für jemanden, der so festivalerprobt ist, wie ich, natürlich kein Problem.
Fürs erste dürfte ich dann auch genug von Festivals haben – zumindest bis zum nächsten Jahr.
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In einem Gespräch gehört:
Wer den Schaden hat, hat viel mit ihm zu tun.
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