Ende Februar/Anfang März ist Hildesheim grau, kalt und matschig nass. Der wenige Schnee, der ab und an fällt, bleibt viel zu selten liegen, wechselt den Aggregatzustand zu schnell und macht es sich als schmutziges Wasser in den Schuhen und Socken bequem. Wenn man Glück hat, spürt man seine Füße im Sommer wieder. Die wenigsten Städte [...]
Archiv für die Kategorie ‘Lipstick letters’
Sun and the city
Veröffentlicht in Lipstick letters, My reflection, dirty mirror am 13. April 2009 | Kommentar schreiben »
Alles, was du siehst
Veröffentlicht in Lipstick letters, My reflection, dirty mirror am 30. März 2009 | Kommentar schreiben »
Am fast wolkenlosen Himmel scheint die Sonne und taucht die postwinterliche Landschaft in ein schwaches Gold. Die wenigen Wolken am Himmel sind wie Rührei, ab und an zieht ein einzelnes Flugzeug eine Spur Salz hinter sich her. Wie müde Soldaten strecken sich die blätterlosen Bäume in Richtung Sonne, die Kälte von sich gähnend und in [...]
Take me out tonight
Veröffentlicht in Lipstick letters, My reflection, dirty mirror, People are people am 2. März 2009 | 2 Kommentare »
Wir treffen uns an der Haltestelle Sternschanze. Die Straßen sind voll, nicht zu voll, es ist noch früh, halb zehn abends. Lange Schlangen an den Bankautomaten, kein Geld in der Tasche und schon lange im Minus, vier Ziffern, der Automat spuckt die Scheine aus, das ist Kapitalismus, reich ist, wer noch Geld bekommt. Darauf trinken [...]
Rock’n'roll lifestyle
Veröffentlicht in Lipstick letters, My reflection, dirty mirror, People are people am 4. Januar 2009 | 1 Kommentar »
Es ist kurz vor fünf am frühen Samstagmorgen und der Boden der U-Bahn ist mit einer Mischung aus Pisse, verschüttetem Alkohol und Tränen überzogen. Meine Schuhe lassen Fußabdrücke zurück. Es riecht nach Erbrochenem und durchzechter Nacht. Der Mann schräg links vor mir sitzt mit dem Kopf zwischen seine Beine gebeugt da und murmelt leise ein [...]
Manifesto
Veröffentlicht in Lipstick letters, My reflection, dirty mirror am 12. Dezember 2008 | Kommentar schreiben »
Wir bleiben Lügner im Kampf gegen die Messer der anderen, die versuchen, uns zu morden, während wir in unseren Betten krank vor Sorge liegend denken: jetzt erst recht. Der Lärm draußen der Tür, endlich geht es weiter, ich dreh am Messergriff und bin erstmal raus. Der Mann da gibt mir sein Versprechen, kenn ich nicht, [...]