Lesenswert: Interessante Links (2)

Zwar ist der Artikel (nicht nur in Internetzeit) aus dem Guardian schon etwas älter, aber das macht nichts, da er doch ganz kurzweilig ist und „heilige Kühe schlachten“ prinzipiell Spaß macht. Unter dem Titel „Sgt Pepper must die!“ lassen sich vierzehn Musiker über ihrer Meinung nach überschätzte Alben der Popgeschichte aus. Dabei sind u. a. Pink Floyds „Dark Side Of The Moon“ („I’m amazed that it’s up there in the pantheon, because I can’t see any virtue in it whatsoever.“), „Nevermind“ von Nirvana („Even the album cover seems cheap: that stupid dollar bill just seems to have been airbrushed in there. If Alice in Chains had done it, we’d have thought it was a joke, but because it was Nirvana we thought it was oh-so-clever.“) sowie das The Strokes-Debüt („If ever there was a point where Gucci and rebellion were married together, it was right there.“). Zu lesen hier: The Guardian – Sgt Pepper must die!
Gefunden übrigens beim Popblog „Monarchie & Alltag“ der TAZ, bei der die Rubrik „Schmähkritik“, in der wundervoll in alle Richtungen ausgeteilt wird, ebenfalls sehr empfehlenswert ist. Nicht fehlen dürfen dabei natürlich die Gallagher-Brüder, die das Pöbeln zu einer neuen Kunstform erhoben haben. Es sind einige Bonbons vorhanden.
Als kleiner Vorgeschmack:

Andreas Bock und Dirk Gieselmann (11Freunde) über Tim Wiese:

Zwischendurch schien die Sonne so stark, dass die Bronzepaste auf den Wangen schmolz und dann, als die Sonne wieder verschwand, abblätterte und sich wie Konfetti im Fünfmeterraum verteilte. Unschön. Wäre Tim Wiese ein Tier, er wäre der Kater am Neujahrsmorgen.

Wolfgang Frömberg (Intro) über 1000 Robota:

Dass 1000 Robota sich um Mitternacht beschweren, ihr Label habe einem Ahnungslosen den Flug nach London bezahlt, und Anton Spielmann den Pete Doherty Junior gibt, weshalb ich mich nach fünf Stunden Warterei und drei Minuten Gespräch wieder genervt übers Paulaner beuge, könnte zwei Dinge bedeuten: a) dass Anton schon gut begriffen hat, warum im Popzirkus die Rolle des narzisstischen Rotzlöffels für einen 17-Jährigen prädestiniert scheint, um Blicke auf sich zu lenken, oder b) dass er in seiner Egozentrik, die sowohl zur späten Pubertät wie zum Spätkapitalismus passt, eben noch nicht viel rafft. Aber gemach: Kinder schlägt man nicht. Man zeigt und erklärt ihnen die Welt. Erst ab 18 gibt es was aufs Maul.


Noel Gallagher über die Kaiser Chiefs:

The Monkees haven’t split up they’re just going under the name as the Kaiser Chiefs. I done drugs for 18 years, 365 days in a row for 18 years, I never got that bad that I would go ‘You know what, I think the Kaiser Chiefs are brilliant!’. Kaiser idiots. Anybody whose drummer writes the songs are not to be trusted.

Advertisements
Kategorien: Es ist einfach Rockmusik, Gelinkt | Hinterlasse einen Kommentar

Endorphine, Euphorie, Gänsehaut

Wer hätte gedacht, dass hier noch einmal etwas passiert, ist der letzte Eintrag dank Faulheit, fehlender Zeit und Faulheit doch schon wieder über ein halbes Jahr her. Doch statt klinisch tot zu sein, kapitulierte das Blog nur in einem etwas längeren Sommerschlaf vor sich hin, um nun zum x-ten Mal seine Renaissance zu erleben und ähnlich Dornröschen schöner als je zuvor zu erwachen. Hier und da ein bisschen verändert und vor allem in einem neuen Design, geht es endlich wieder mit ein paar liebreizenden Einträgen weiter, und das, so die nimmermüde und naive Hoffnung, in regelmäßigeren Abständen als bis jetzt. Vorbei sind die Zeiten des dekadenten Müßigganges und die Faulenzerei, zumindest für eine Weile. Alles in allem soll das Blog jeden Tag ein bisschen besser gemacht werden.
Dafür wird besonders tief in die Mottenkiste gegriffen, wo sich neben alten Floskeln auch noch ein paar alte, niemals fertig gestellte Texte befinden, die es demnächst so zu lesen gibt, wie sie sich seit Ewigkeiten im Ordner befinden: unvervollständigt. Neu ist auch die Rubrik „Mein erstes Mal …“, die schon jetzt zu einem lieb gewonnener Klassiker dieses Blogs geworden ist, ohne überhaupt erschienen worden zu sein. Und vieles, vieles mehr. Mehr Endorphine, mehr Euphorie und mehr Gänsehaut. Große Aussichten also. Und: Alles wird gut.

Kategorien: Bloginterna | 2 Kommentare

Scarletts Schuhe

Mit „Anywhere I Lay My Head“ hat Scarlett Johansson 2008 ihr erstes Album aufgenommen. Bis auf eine Ausnahme handelt es sich bei den Songs um Coverversionen des Meisters des kratzigen Blues, Tom Waits

Scarlett Johansson - Anyway I Lay My Head
den Rest lesen

Kategorien: Apis rezensiert, Es ist einfach Rockmusik | 5 Kommentare

Die unerträgliche Beurteilung des Kritikers

Ganz nebenbei bringt Dean Koontz mit „Blindwütig“ einen weiteren Roman heraus und erhöht die Anzahl seiner seit 2000 erschienenden Bücher auf fast 20. Sein Gesamtwerk dürfte sich mit großen Schritten dem hundertsten Buch nähern. Und wieder beweist er: Eine Type wie ihn muss man lange suchen

Dean Koontz - Blindwütig
Weiterlesen

Kategorien: A wall of books between us in our bed, Apis rezensiert | Hinterlasse einen Kommentar

Tausche Beziehung gegen Kunstraub

Wilfried Steiners neuer Roman „Bacons Finsternis“ beginnt mit dem Ende einer langjährigen Beziehung des Protagonisten Arthur Valentin und mündet in einem Kunstraubthriller. Eine ungewöhnliche Genremischung

Wilfried Steiner - Bacons Finsternis
Weiterlesen

Kategorien: A wall of books between us in our bed, Apis rezensiert, Decius is playing at my blog | Hinterlasse einen Kommentar

Turn On The Bright Lights II

Light My Fire
Meindorfer Weg

Kategorien: Unscharf | 2 Kommentare

Kids in America

Mit „Rost“ hat Philipp Meyer einen Roman geschrieben, der sich mit dem amerikanischen Thema schlechthin auseinandersetzt: Dem „American Way Of Life“. Der hoffungslos schwärmerischen Auffassung, man könne alles erreichen, wenn man sich nur genug anstrengt, stellt er das desillusionierende Leben seiner Protagonisten in der Kleinstadt Buell, Pennsylvania gegenüber.

Philip Meyer - Rost
Weiterlesen

Kategorien: A wall of books between us in our bed, Apis rezensiert, Decius is playing at my blog | Hinterlasse einen Kommentar

Unter Kontrolle

In ihrer Heimat schon lange mehr als nur ein Geheimtipp, erobert die finnisch-estnische Schriftstellerin Sofi Oksanen mit ihrem ersten ins Deutsche übersetzen Roman „Fegefeuer“ nun auch hier das Feuilleton. Ihr Buch verbindet die Zeit während des Kalten Krieges in Estland und die gemeinsame Geschichte zweier Frauen, die sich im Jetzt begegnen.

Sofi Oksanen - Fegefeuer
Weiterlesen

Kategorien: A wall of books between us in our bed, Apis rezensiert, Decius is playing at my blog | Hinterlasse einen Kommentar

My bed = My gravity

Ein mir sehr liebgewordener Begleiter in der kleinsten Großstadt Deutschlands ist mein Bett. Inmitten all der Wirrungen und hektischen Turbulenzen, in die ich, ausgelöst durch das universitäre Leben, Behörden, Familie und die, teilweise charmanten, Verrückten, denen ich ständig über den Weg laufe, hineingespült werde, ist es eine Bastion der Gelassen- und Zeitlosigkeit, die mich, wie ein kleines Floß, mit beständiger Beharrlichkeit daran erinnert, dass es ungemein hilft, sich erst einmal zurückfallen und treiben zu lassen. Ich bin immer wieder noch erstaunt, wie häufig man sein Ziel erreicht, ohne sich auf den strapaziösen Irrsinn einzulassen. Natürlich, der manchmal erforderliche Absprung vom hölzernen Gefährt auf das Festland will nicht immer optimal gelingen. Aber darum soll es auch gar nicht gehen.
Weiterlesen

Kategorien: My reflection, dirty mirror | 2 Kommentare

Alltagsphilosophische Fragen

Und wer streckt eigentlich immer mein Duschgel mit Wasser?

Kategorien: Momentaufnahme | Hinterlasse einen Kommentar

Bloggen auf WordPress.com.